10 Tage – 5 Städte.

Gott zum Gruße ihr armen,  der österreichischen Kälte ausgesetzten Leute da draußen und eine sonnige Umarmung aus dem Süden von Indien! (Gemein, ich weiß.)

Seit dem letzten Eintrag ist schon wieder soooo viel passiert. So viele Geschichten und so wenig Zeit zum Schreiben. Hach Gott. Ich möchte nochmal kurz betonen, dass wir jetzt auf Instagram sind und wir da sehr regelmäßig Fotos hochladen. Somit wisst ihr, wo wir aktuell sind, da ich mit dem Blog immer ein paar Wochen hinter her bin.

Wie auch immer, letzter Stand: Farm. Nach der Farm war der Plan, Betonung auf Plan, dass wir die nächsten Tage durch den Bundesstaat Rajasthan trampen. 5 Städte und 5 verschiedene Autofahrer, die uns gratis von A nach B bringen. Aber das Leben ist manchmal eine Bitch.

Wir stehen also morgens am Straßenrand Richtung Jodhpur – top motiviert und vollen Mutes, ein Pappkarton in der linken Hand, rechts ein ausgestreckter Daumen, ein breites Lächeln im Gesicht. 1 Auto fährt vorbei, 2, 8, 40. Niemand bleibt stehen. Naja manchmal dauert es halt, das haben wir gelesen. Ein bisschen Durchhaltevermögen, bitte!  Ein Auto hält an, yes! Anstatt uns einen Platz in seinem Auto anzubieten, zeigt er mit dem Finger in eine Richtung und meint: Bahnhof. Dort! Wir so: Trampen. Hier! Und richten den Zeigefinger auf den Boden. Er hebt eine Augenbraue, schüttelt verdutzt den Kopf und fährt weiter. Was versteht der nicht an Autostoppen? 30 Minuten und 184 Fahrzeuge später – nichts. Manche gaffen, manche ignorieren uns, andere grinsen uns an oder winken uns zu. Hä? Wieder bleibt einer stehen, noch einer und noch einer, aber niemand, um uns tatsächlich mitzunehmen. Wir sind mittlerweile von einer Traube Inder umgeben, alle zeigen Richtung Bahnhof und wollen uns netterweise erklären, dass es einen Zug bzw. Bus nach Jodhpur gibt. Daraufhin versuchen wir ihnen den Begriff Trampen begreiflich zu machen, also dass man GRATIS bei jemandem mitfährt. Die 8 Inder schauen sich gegenseitig verwirrt an, drehen sich zu uns und fragen: „Why?“ Hm. Touché. Gute Frage, damit haben wir nicht gerechnet. Vielleicht zwecks Abenteuer und so? Wieder kurzes Geflüster, leise Besprechungen, bis einer sagt: „But why? There – bus – only 200 Rupees!“ 3 Euro für eine 6 Stunden Fahrt. Verdammt, wieder geht der Punkt an ihn.

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Am Anfang so:

Immer mehr Inder kommen, erzählen sich gegenseitig die lustige Aktion der doofen Ausländer und finden das Ganze zum Totlachen. „Ha ha, ihr Blöden, ihr werdet euch noch anschauen“, und strecken wieder selbstbewusst unseren Daumen aus. Wieder bleibt jemand stehen. Jetzt aber! Nö, er lacht nur und erklärt uns, was ein ausgestreckter Daumen in Indien bedeutet: viel Glück. Fail. Nach über 90 Minuten beschließen wir, das Kapitel Trampen vorübergehend ad acta zu legen. Dann nehmen wir halt den Bus. Immerhin haben wir rund 500 Indern „Viel Glück“ gewünscht. Gut für’s Karma.

Die lokalen Busse in Indien sind, wie soll ich sagen, gewöhnungsbedürftig. Die Tickets sind sehr günstig, weswegen sie als Transportmittel beliebt und demnach immer vollgestopft sind. Viele Reisende haben uns abgeraten, damit zu reisen, weil sie „alt, dreckig und grindig sind und die Busfahrer noch wilder und gefährlicher fahren“. Das kann man nicht bestreiten. Die Sitze sind so bequem wie der € 1,90 Klappstuhl von Möbelix, aber daran haben wir uns in den letzten Wochen ja bereits gewöhnt. Außerdem dauert die Fahrt nur 6 Stunden, quasi ein Katzensprung! Alles halb so wild. Irgendwann hören wir einen Knall: Reifenplatzer. Irgendwas ist immer.

 

6 Stunden später steigen wir in Jodhpur aus. Notiz an uns: bei Bus- und Zugreisen nie wieder weiße Kleidung tragen. Die ist dann nämlich braun. Fragt nicht, ich will nicht wissen, was auf den Sitzen schon passiert ist.

Aufgrund der blau bemalten Häuser wird Jodhpur auch blaue Stadt genannt. Traditionell signalisierten die Häuser: Hier wohnt ein Brahmane, ein Angehöriger der obersten Kaste. Heute bemalen auch Nicht-Brahmanen ihre vier Wände (schützt anscheinend vor Moskitos). Die Stadt wird überragt von einer beeindruckenden Festungsanlage und der Palast zählt zu den schönsten in ganz Rajasthan. Anscheinend. Wir kommen nämlich an und sind sofort total überfordert. Nach 3 Wochen Farm, nach 3 Wochen Ruhe und Stille und Geräuschen wie Babyziegen-Mäh oder Holzhacken-Hack plötzlich Hupen, Autos, Tuk Tuks, schreiende Verkäufer. Back to real India, Alter. Als würde man ein klitzekleines, verwöhntes Hauskätzchen im wilden Dschungel aussetzen. Also beschließen wir nach ein paar Stunden auf die blaue Stadt zu scheißen und weiter zu fahren. Wir sind sowieso gegen blau, pah!

Schlafen, frühstücken und wieder zur Bushaltestelle. Ein Ticket nach Udaipur, bitte. Wieder 6 Stunden, wieder 3 Euro, wieder ein grindiger Bus. Ich sitze ganz hinten beim (offenen) Fenster und frage mich, warum jede Fensterscheibe voll mit nicht identifizierbaren Spritzern ist. Naja, egal. Wie gewöhnlich war die Busfahrt aufgrund der kurvigen Strecke und des Fahrstils des Busfahrers eine Herausforderung für jeden (schwachen) Magen. Während ich noch immer über die verschiedenfarbigen Flecken grüble, lehnt sich der Mann vor mir aus dem Fenster und kotzt sich die Seele aus dem Leib. 5, nein 10 Minuten lang speibt er, putzt sich die Nase, speibt wieder. Der Bus fährt weiter, alle anderen Fahrgäste beachten ihn so wenig, als würde er sich eine Sonnenbrille aufsetzen. Die Hälfte von seinem Mittagessen landet links neben mir auf dem Sitz, die andere klebt am Fenster und läuft langsam an der Scheibe runter. Somit wäre dieses Rätsel auch gelöst. Ich bleibe speibspritzerfrei. Es gibt einen Gott.

Am Abend kommen wir endlich in Udaipur an und freuen uns darauf, Sam zu treffen. Er war die Tage zuvor mit dem Bike unterwegs und zufällig auch gerade in derselben Stadt. Als wir ankommen lesen wir seine Nachricht: Bin im Krankenhaus, hab Malaria. Ach du heilige Scheiße. Natürlich springen wir gleich ins Taxi, um ihn zu besuchen. Wir hatten bereits das Schlimmste befürchtet: ein Zimmer mit 7 Indern und 3 Kühen, Trinkwasser aus dem Ganges und eine Nadel für alle. In Wirklichkeit ist das Krankenhaus natürlich top: sehr modern, er hat ein Zimmer für sich allein und es wird gut für ihn gesorgt. Nur die Kompetenz der Ärzte könnte man in Frage stellen: bei der morgendlichen Visite prüft der Arzt mit einem Finger auf dem Unterarm, ob Sam schwitzt und beendet seinen Besuch nach 30 Sekunden mit der Frage: „Na, wie geht’s?“  Öhm, saugeil geht’s und selbst? Trottel.

Auch die Tatsache, dass ihm pro Tag nur 1 Liter Wasser gegeben wird und er sich jede weitere Flasche selbst vom Geschäft holen (und bezahlen; Anm.: er zahlt pro Tag ca. € 140,- für den Krankenhausaufenthalt) muss, könnte man eveeentuell kritisieren. Aber wir sind mal nicht so. Sam geht’s den Umständen entsprechend und wird noch ein paar Tage länger im Krankenhaus verbringen müssen. Die Tatsache, dass er überhaupt Malaria hat, war wirklich reines Pech: normalerweise bin ich der beste Moskitoschutz für alle in meiner Umgebung. Ich hab halt gutes Blut, nom nom!

Während sich der arme Sam mit dem grausligen Krankenhausfraß abgeben muss, dürfen wir Udaipur in vollsten Zügen genießen. Udaipur, the city of lakes, ist einfach nur traumhaft. Romantisch, ruhig, in der Luft liegt eine entspannte Atmosphäre. Unser Hostel liegt direkt am See und der Ausblick ist wunderbar. Wir fühlen uns ab Sekunde 1 unglaublich wohl und genießen es, endlich wieder mal Zeit zu zweit zu verbringen: Frühstück mit Kaffee, der nach Kaffee schmeckt (Rarität in Indien!), Shoppen und Sightseeing tagsüber, eine Tanzshow am Abend. Und ob ihr es glaubt oder nicht: nach 7 Wochen gehen wir in Udaipur das erste Mal zu zweit essen. Tja, wir sind halt beliebt. Haha.

Udaipur zählt definitiv zu den schönsten Orten, die wir bisher gesehen haben. Nicht, weil es hier so viel zu sehen gibt oder weil die Partys so gut sind (gibt es beides nicht). Einfach nur die Atmosphäre, wenn du durch die engen Gassen flanierst oder wenn du auf einer Dachterrasse deinen Kaffee schlürfst und die Aussicht auf den See genießt. Udaipur ist Sommer, Udaipur hat Flair und Charme, Udaipur ist Urlaub.

In den letzten Wochen haben wir oft gehört, dass es an jedem indischen Bahnhof einen eigenen Schalter für Ausländer gibt und es so einfacher ist, an ein Ticket zu kommen. Im Nachhinein können wir bestätigen: Falsch! Ein Zugticket in Indien zu kaufen ist so aufwändig wie eine Lebensversicherung in Österreich abzuschließen. Schon beim Hineingehen sehen wir 8 (indische) Personen bei „unserem“ Schalter anstehen. Ich will ja wirklich nicht rassistisch sein, aber ob das alle Ausländer sind? Beim Anstehen bemerken wir das Schild: „Dieser Schalter ist ausschließlich für folgende Personen: Ausländer, allein reisende Frauen, indische Soldaten, Blinde und Krebskranke. Interessante Kombination, ältere, schwächere Menschen haben hier also Pech gehabt. Es überrascht uns nicht, dass wir die nächsten zwei Stunden mit dem Ticketkauf verbringen: anstellen, vordrängelnde Personen wegschubsen, Formular ausfüllen, Fahrt zum Copy Shop, um Pass und Visum zu kopieren, Fahrt zurück zum Bahnhof, wieder in der Schlange warten, Formular nochmal ausfüllen, weil falsch, tipp tipp tipp, langsamsten Ticketverkäufer zusehen, tipp tipp tipp. Tadaaa, man glaubt es kaum, wir haben das Ticket. Ich fühle mich, als würde mir gerade der Ring von Herr der Ringe überreicht werden. Mein Schaaaatz! Ich bin jetzt ganz ehrlich: nein, auch nach 2 Monaten habe ich mich nicht daran gewöhnt. Auf ein Getränk oder das Essen warten, ist die eine Geschichte. ABER ALTER KANNST DU EINFACH MEIN VERFICKTES TICKET AUSDRUCKEN, DU INKOMPETENTES OPFER! Danke.

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Ich bin wild und dräng mich vor.

Nach einem letzten Krankenhausbesuch machen wir uns mit dem Nachtbus auf in die nächste Stadt: Pushkar. In Pushkar halten allerdings keine von anderen Städten kommenden Busse oder Züge. Also stehen wir 4 Uhr morgens mit Augenringen in einem Kaff namens Ajmer und haben (wieder einmal) keinen Dunst, wie wir weiter kommen. Mit Hilfe der Inder finden wir einen Bus, der uns nach Pushkar bringt, um anschließend vor verschlossener Tür beim Guesthouse zu stehen. Reisen ist manchmal anstrengend.  In solchen Momenten sehe ich meinen inneren Teufel schadenfroh auf meiner Schulter sitzen und sagen: „Sarah, du wolltest es so.“ Teufel 1, Sarah 0.

Pushkar ist ein Mini-Udaipur: nett, angenehm und mit See im Stadtzentrum. Auch hier verbringen wir die Tage gemütlich. Philipp will unbedingt einen Jutebeutel, verzweifelt allerdings bei Shop Nummer 12, da niemand den Beutel mit der richtigen Farbkombination hat (*hust* Diva). Bis uns ein Verkäufer in die Werkstätte führt, in der die Kleidung produziert wird. Here you are, Philipp, hier bekommst du den Jutebeutel deiner Träume. Also sitzen wir 1 Stunde beim Schneider und quatschen mit ihm, während er den Beutel näht. Mittendrin zündet er seine Bong an. Naja, hauptsache die Nähte sind nicht schief.

 

Beim Spazieren spricht uns ein Engländer an und drückt uns einen Flyer in die Hand. Um Leute kennen zu lernen, lädt er mit seinem selbst gestalteten Flyer alle Touris zu einem Treffen in einer Bar ein. Ein paar Stunden später sitzen wir mit Bier und 20 Reisenden aus den verschiedensten Teilen der Welt in der Bar und verbringen gemeinsam den Abend. Neue, spannende Geschichten, Tipps, Hostel- und Restaurantempfehlungen – Gespräche mit anderen Backpackern sind nicht nur unterhaltsam, sondern auch unglaublich hilfreich. Für die Party und den Flyer bekommt der Typ einen fetten Daumen – richtig coole Idee.

Während wir eines Tages in der Stadt unterwegs sind, sehen wir, dass sich plötzlich alle ein Tuch vor den Mund halten und/oder in ein Haus flüchten. Hm, sollten wir uns Sorgen machen? Ein Lastwagen kommt uns entgegen, der in alle Richtungen eine dampfartige Flüssigkeit versprüht. Ghostbusters? Test der neuen Nebelmaschine vom Technoclub? Als die riesengroße Dampfwolke immer näher kommt, flüchten auch wir in ein Gebäude. Kurz darauf wird uns erklärt, was es mit dem Dampf auf sich hat: der LKW versprüht ein spezielles Insektenvernichtungsmittel, um damit die Moskitos zu töten. Aha. Ist ja wirklich nett, aber ich weiß nicht, ob ich nicht die Moskito-Stiche einer kaputten Lunge vorziehe.

Lange haben wir darüber diskutiert, die Pros und Contras durchgekaut und waren hin- und hergerissen: sollen wir zum Taj Mahal oder nicht? Ist das nicht nur was für „richtige“ Touris? Wir würden ausschließlich für den Taj nach Agra fahren, da es dort sonst nichts zu sehen gibt. Außerdem wird im Moment eine Säule renoviert und wenn wir schon hinfahren, dann wollen wir einen perfekten Taj Mahal, pah! Andererseits: wir haben Zeit, wir haben wirklich alle Zeit der Welt. Wer weiß, wann wir das nächste Mal in Indien sind und er ist nun mal das Wahrzeichen von Indien.

Die Pros haben uns schlussendlich überzeugt und wir sitzen im Zug Richtung Agra. In Indien kann man ganz günstige Zugtickets kaufen, die aber nicht garantieren, dass du einen Sitzplatz haben wirst. Wir sind klug, zahlen ein bisschen mehr und haben ein Ticket mit Sitzplatznummer. Beim nächsten Mal wissen wir: egal, ob und wie viel du dafür bezahlt hast – du hast nie, NIEMALS, deinen eigenen Sitzplatz. Ein Platz für 3 wird zum Platz für 7. Dein Sitzplatz gehört dir und Mama, Papa, Kind. Distanz zu fremden Personen kennt man in Indien nicht. Es wird gedrängt und gekuschelt und außer uns hat niemand ein Problem mit vom Schweiß aneinander klebenden Armen und Beinen. Da hilft nicht mal der „Fick dich“-Blick.

6 Stunden Zugfahrt + 90 Minuten Verspätung + Familie am Schoß = Oida. Bereits 30 Minuten, bevor wir ankommen, riechen wir Agra. Kein Scherz. Wie überall auf der ganzen Welt, egal ob in Österreich oder in Indien, gibt es Ecken, Straßen, Plätze, die stinken. Agra ist anders. Agra stinkt bis zum Himmel, und zwar die ganze Stadt. Wenn du den Kopf aus dem Zugfenster hältst, steigt dir der Duft von Müll, brennendem Müll, Fäkalien, Schweißfüßen und alles, was sonst noch grauslich ist, in die Nase. Agra besitzt zwar eines der Neuen Sieben Weltwunder, ist aber eigentlich so scheußlich wie eine unrasierte, schwitzende Achsel. Agra – außen hui, innen pfui!

Neben dem Geruch ist die Stadt weder schön, noch interessant. Also schnell ins Hostel, um ein paar Stunden Schönheitsschlaf zu ergattern. 4 Stunden später (05:30 Uhr!) und gar nicht so schön befinden wir uns vorm Ticketschalter für den Taj Mahal. Ein Ticket für Inder kostet um die 40 Cent, wir zahlen 15 Euro. Das hat den einfachen und netten Grund, dass es somit auch jedem Inder ermöglicht wird, den Taj zu besuchen. (Auch, wenn der Unterschied sehr krass ist.) Dann geht’s zum Eingang – natürlich mit Security Check, Scan und allem Drum und Dran. Spätestens nach dem ersten Flughafenbesuch, weißt du, dass Inder den Sinn eines Scanners nicht verstanden haben.  Alles wird doppelt und dreifach gescannt und danach wird nochmal jede Person abgetastet bzw. jede Tasche durchsucht. Ich Gscheidi hab natürlich Zigaretten und Feuerzeug dabei und werde gebeten, alles rauszubringen. Ich Lump, dabei wollt ich doch den Taj Mahal anzünden.

Sobald du vor dem Kunstwerk stehst, weißt du: der ganze Aufwand hat sich gelohnt. Der Taj Mahal haut dich um! Riesig, massiv und gleichzeitig so elegant. Eine Ausstrahlung, mehr als die Miss World. Wir sind baff. Der weiße Marmor glänzt im Sonnenlicht, du spürst die Magie. Ein Ort der Liebe. (Ein Großmogul ließ ihn zum Gedenken an seine verstorbene große Liebe erbauen; er ist ein beliebtes Ziel frisch vermählter indischer Eheleute, da der Besuch die gegenseitige Liebe bestärken soll.)

Natürlich müssen wir uns den Anblick mit gefühlten 4893 anderen Touristen teilen. Trotzdem sind wir froh, dass wir hier waren. Sobald man den Taj Mahal verlässt, verliert die ganze Stadt wieder sein Flair, weswegen wir sofort zum Busbahnhof fahren und kurz darauf wieder im Bus, diesmal Richtung Delhi, sitzen. An dieser Stelle sollte ich erzählen, dass heute (30.10.) Diwali, das Lichterfest, gefeiert wird. Diwali ist eines der wichtigsten hinduistischen Feste in Indien und zieht sich über drei Tage. Das Fest ist eine Mischung aus Weihnachten und Silvester: überall werden Lichter- und Blumenketten aufgehängt und jede Nacht wird der Himmel von unzähligen Raketen beleuchtet. Familien verbringen die Tage daheim mit Feiern, Essen und Trinken. Deshalb haben wir einen 52-Sitzer-Bus für uns ganz allein. Ich fühl mich so Promi.

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Obwohl wir Delhi meiden wollten, sind wir froh, dass wir Diwali hier verbringen. Die Straßen leuchten, funkeln, glänzen, aus den Raketen sprudeln rote, grüne, blaue Funken. Der Himmel ist so bunt wie an 3 österreichischen Silvesternächten zusammen. Alle versammeln sich draußen, um gemeinsam das Feuerwerk zu bewundern. Ein Spektakel!

In Delhi bleiben wir nur eine Nacht, da wir bereits unseren Flug nach Mumbai morgen früh gebucht haben.Dass wir ein paar Stunden später zum ersten Mal Indien und die Reise verfluchen, davon wissen wir im Moment noch nichts…

…Fortsetzung folgt.

P.S: Philipp wurde beim Vorbeigehen von einer Kuh angerotzt. Hahaha. Ich find’s noch immer lustig.

 

 

 

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