Es war uns ein Volksfest.

Grias eich ihr Liebeeen!

Bevor wir eeendlich mit dem Kapitel Indien abschließen (nachdem wir ja schon über drei Wochen in einem neuen Land sind), möchten wir die 3,5 Monate nochmal kurz zusammenfassen. Nicht nur, weil wir immer so viele Fragen diesbezüglich bekommen, sondern auch, weil es uns selbst interessiert. Also: Lesen – war nämlich viel Aufwand!

Here you are:

Indien – das erste Land unserer Weltreise und dann auch noch so ein großes! Obwohl wir insgesamt 107 Tage dort verbracht haben, haben wir trotzdem nur einen klitzekleinen mini Teil von Indien gesehen.

In den 107 Tagen haben wir (nur) 20 verschiedene Orte in 12 Bundesstaaten (von 26 Bundesstaaten!) besucht.

Wir haben insgesamt über 7200 Kilometer zurückgelegt. Für diese Strecke haben wir die unterschiedlichsten Transportmittel genutzt: zwei Flüge (exklusive Flug, den wir Doofis verpasst haben), für die gefährlichste Straße der Welt (mindestens!) von Manali nach Leh haben wir uns (gott sei Dank!) für einen Jeep entschieden und einmal waren wir restfett und haben uns aus Faulheit ein Taxi mit anderen geteilt.

Meistens haben wir jedoch den Bus genommen (12 Mal) und insgesamt 151 Stunden, das sind 6,3 Tage, in den indischen Bussen der Hölle verbracht. Dass wir das gut überstanden haben, wundert mich immer noch. Für die langen Strecken haben wir uns, wenn’s möglich war, für den Zug entschieden (4mal) – die mit Abstand angenehmste Art zu reisen in Indien.

In den 3,5 Monaten haben wir in 32 verschiedenen Unterkünften übernachtet. Alles dabei vom grindigen 14-Bett-Schlafzimmer mit schnarchendem Bettnachbar im Hostel über gemütliche Gästehäuser mit Garten oder günstigen Hotels bis hin zu Couch Surfing Unterkunft am Boden auf einer 90 cm Matratze oder – nicht zu vergessen – das Zelt ohne Reißverschluss auf 4.800 Meter (immer noch die schlimmste Nacht meines Lebens). Für die billigste Unterkunft haben wir, ohne Scheiß, € 2,70 (Übernachtung inkl. Frühstück!) pro Person bezahlt, für die teuerste € 8,33 (und das für ein Zimmer mit 9 anderen im Hostel, pah!).

Wie ihr bereits wisst, haben wir selten gekocht und sind immer in Restaurants essen gewesen. Aus dem einfachen Grund, weil sich der Aufwand nicht wirklich lohnt und selber kochen meistens sogar teurer gewesen wäre. Für eine Hauptspeise haben wir, abhängig vom Ort und ebenfalls abhängig von Kriterien wie „wie dreckig ist die Küche und wie alt ist das Fett in der Fritteuse“, zwischen 50 Cent und € 5,55 bezahlt. € 5,50 für frischen Fisch aus dem Meer ist eigentlich auch noch vertretbar. Während wir in Goa für das Bier nur 70 Cent blechen mussten (Juhu!), gaben wir anderswo sage und schreibe € 3,80 (Oidaaa!) dafür aus. Zu unserer Verteidigung: das haben wir uns dann aber meistens geteilt.

Somit kommen wir zum (vor allem für uns und unser Budget) interessanten Teil: wie viel haben wir durchschnittlich am Tag ausgegeben? Tadaaaa: € 20,25 p.P. – und das inkl. Essen, Unterkunft,Transport, Hygieneartikeln, was man sonst noch so braucht, undsoweiterundsofort. Gar nicht mal so schlecht, wobei wir ehrlich sagen können: es geht noch billiger. Aber manchmal will man sich einfach mal eine Pizza gönnen (nach 2 Monaten Curry, Curry und äääh, Curry verständlich, oder?) oder ein Eis oder ein Bier oder oder oder. Unterm Strich sind wir mit dieser Zahl aber sehr sehr zufrieden, wenn man bedenkt, dass wir mit € 30,- gerechnet haben. So wichtig sparen und das Budget im Auge zu halten auch ist – man will ja immerhin auch genießen 🙂

Nun zu den WIRKLICH interessanten Dingen: wir haben insgesamt Leute aus 31 Nationen kennen gelernt, mit einigen davon sind wir sogar mehrere Wochen gemeinsam gereist.

Wir waren 2 Mal richtig betrunken – NUR! Aber wie gesagt… wir werden halt alt und der Kater am nächsten Tag zählt eigentlich für mindestens 30 Mal Rausch!

Gefühlte 1486 Mal wurden wir gefragt Which country? und auf die Antwort Austria kam darauf mindestens 1481 Mal der Satz Ohhh Australia. Nice!

Zusätzlich wurden wir – das ist wirklich keine Übertreibung – miiindestens 870 Mal um ein Selfie mit Einheimischen gebeten. Wir sind in Indien sicher schon berühmt.

Ich war in Indien 4 Mal krank: von Grippe mit Fieber über Magenbeschwerden mit Fieber bis zu Bauchweh mit Fieber war alles dabei. Wie gesagt: man sollte halt nicht alles essen, was einem so auf den Straßen Indiens angeboten wird. Philipp hingegen hat ein Immunsystem wie ein Neandertaler und ist nach wie vor pumperlgsund. Einer muss ja den Rucksack tragen… Haha.

Wir werden auch dauernd gefragt, ob wir abgenommen haben. Um diese Frage auch endgültig ein für alle mal zu beantworten: ja, wir haben weniger Gewicht, als vor der Reise. Bei mir waren’s nur 3-4 kg, aber Philipp, in diversen Kreisen auch Soletti mit Schultern genannt (*hust* ich bin’s nicht), hat ganze 7 kg abgespeckt.Aber ganz egal, ob wir noch ab- oder zunehmen werden: spätestens in Österreich, wenn wir uns dann den Schweinsbraten, das Backhendl und das Leberkässemmerl reinstopfen, zeigt die Waage mindestens Plus 10 kg an.

Auf unserem Laptop befinden sich knappe 2000 Bilder von Indien – gar nicht mal so viel (wobei – da haben wir schon ordentlich aussortiert, das ist eigentlich ein Best Of!). Info an euch: für unsere After-Weltreise-Diashow-Party bitte schon mal ein ganzes Wochenende im August freihalten. Das könnte dauern.

Und – last but not least – nicht zu vergessen: 5 Mal gab’s einen Klaps auf den (Sarah)Po. Er ist aber auch echt nice!

Was soll ich sagen… 107 zauberschöne, wundertolle und kunterbunte Tage in Incredible India. Es war uns ein Volksfest und du bist wirklich toll, trotzdem ist es an der Zeit, weiter zu ziehen. Es liegt nicht an dir, es liegt an uns.

Auf Wieder(!)sehen, Indien. ❤

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