Melbourne, baby!

Guten Morgen ihr Schnurliiis!

Endlich, endlich, eeeendlich hab ich wieder Lesestoff für euch! Ich entschuldige mich gleich für die nächsten Wochen –  ich komm irgendwie gar nicht zum schreiben. Wir sind ja im Moment mit dem Auto in Neuseeland unterwegs und haben 1. überhaupt keine Zeit und 2. kein Internet und/oder keinen Akku. Also bitte gedulden, Vorfreude haben und ich bemüh mich, versprochen!

(Geschichten vom 27. Bis 31. Jänner)

Letzter Stand: Farm in Malaysia mit reichen Menschen. Den letzten Abend haben wir noch gebürtig im Pub mit einer Flasche Whiskey gefeiert. Und da sagt noch mal wer, dass Asiaten nicht saufen können!

Am nächsten Tag fahren uns D. und I. noch zum Flughafen, weil sie selber nach KL müssen, um dort mit der Familie das Chinesische Neue Jahr zu feiern. Ois Guade, übrigens!

Nach nur zwei Wochen Malaysia geht es schon wieder weiter. War ein bisschen kurz, aber man kann ja nicht alles haben. Dafür erwartet uns jetzt – wuhuwuhu – Australieeeeen! Genauer gesagt, Melbourne, babyyyy! Obwohl Melbourne eigentlich nie der Plan war (mehr dazu später) und wir auch eigentlich keinen Bock auf „eh so ähnlich wie bei uns“-Australien hatten, freuen wir uns jetzt ehrlich gesagt schon ein bisschen auf das Land und auf österreichische (europäische) Standards. Wie schon gesagt: so zwischendurch ist so ein bisschen normal schon schön.

Aber was ist schon normal?

Es ist 19 Uhr und wir sitzen im Flugzeug – motiviert, voller Vorfreude. Flug Nummer 6, here we go.

Es ist 6 Uhr morgens (eigentlich 3 Uhr, + 3 Stunden zwecks Zeitverschiebung) und wir steigen vom Flugzeug aus – kaputt von der schlaflosen Nacht. Und dabei hab ich mir gestern einen Whiskey reingestellt, in der Hoffnung dann besser schlafen zu können (das machen die doch in den Filmen auch immer so?). Hat aber nichts geholfen. Statt müde war ich nur beschwipst und aufgedreht und wäre am liebsten tanzen gegangen. Whiskey vorm Schlafengehen – eher kontraproduktiv. Beim nächsten Mal vielleicht doch lieber warme Milch mit Honig. Und einer aufgelösten Schlaftablette.

Trotzdem sind wir dieses Mal gar nicht müde, weiiiiil… wir ziemlich aufgeregt sind und uns einfach SO freuen! Dieses Mal heißt’s nicht nur neues Land bzw. neue Stadt, sondern: wir sehen Sam wieder! Wie bereits erwähnt war Australien wie Sri Lanka eigentlich gar nicht „geplant“ (wir haben ja nichts geplant, aber zumindest darüber gesprochen, welche Länder interessant wären). Neuseeland war immer unser Traum und da man sich nicht beides leisten kann (wir zumindest nicht), haben wir uns deswegen gegen Australien entschieden.

Aber dann war das ja so: wir haben Sam am zweiten Tag unserer Reise in Indien kennen gelernt und uns ab Sekunde 1 richtig gut mit ihm verstanden. Wenn der Schmäh passt, dann passt‘s. Anschließend sind wir in Indien 10 Wochen gemeinsam gereist und glaubt mir: wenn’s sogar beim gemeinsamen Reisen gut passt, dann mag man sich wirklich!

Freundschaft auf den ersten Blick, oder so.

Offensichtlich mag er uns auch, denn er hat uns dann nach Tasmanien eingeladen, wo er aufgewachsen ist und seine Eltern leben. Er selbst hat die letzten 7 Jahre in Melbourne gewohnt. Naja und wie oft bekommt man schon eine Einladung nach Australien? Eeeeben. Deswegen waren wir komplett aus dem Häuschen und haben natürlich ja gesagt. Und da man sowieso immer über Melbourne nach Tasmanien fliegt, nützen wir das aus und verbringen ein paar Tage hier. Plus: einen Einheimischen als Reiseführer zu haben, ist sowieso immer das Beste: geheime Geheimtipps und Geheimplätze statt Touri-Programm vom Reiseführer – yeah!

Ja. So war das. Und jetzt stehen wir hier. Vor Sam kommt aber erst mal der Zoll. Das ist hier in Australien nämlich gar nicht so einfach. Nicht so wie in Wien, wo’s eigentlich eh keine Sau interessiert, was du im Koffer hast. Arbeitet da überhaupt wirklich jemand? Das frag ich mich jedes Mal.

Der australische Zoll ist ca. so streng wie die erzkatholischen Eltern meiner Klassenkollegin in der Schule. DIE WOLLEN EINFACH ALLES WISSEN. Während sich die Eltern eher für „Wo warst du und wie heißt er?“ interessieren, geht’s hier mehr um „Was hast du dabei und was nimmst du mit?“ Mengenangaben für Tabak und Alkohol sind ja nichts Neues, aber in Australien ist auch die Einfuhr von Nahrungsmitteln (Obst, Gemüse, Nüsse, Milchprodukte, Käse, Wurst, Honig, Fleisch, Fisch,…), tierischen Produkten (Wolle, Felle, Muscheln, Tierfutter, Tierhaare,…), pflanzlichen Produkten (Blätter, Kräuter, Samen, Erde, Körbe,…), Medikamenten verboten. Alle zwei Meter findet man Quarantänebehälter, in die man die Lebensmittel etc. werfen kann, sollte man etwas vergessen haben.

1 Kilo Koks ist wurscht, aber wehe du hast eine Banane dabei!

 

Klingt schräg, ist es auf den ersten Blick auch. Allerdings gibt es gute Gründe für die Paranoia der Australier: durch bestimmte Lebensmittel, Tierprodukte, Pflanzenmaterial, etc. aus Übersee können gefährliche Schädlinge und/oder Krankheiten eingeführt werden und Schäden an der Landwirtschaft bzw. der einzigartigen Umwelt anrichten. Neben der Tier- und Pflanzenwelt will man mit den strengen Einreisebestimmungen natürlich auch die Gesundheit der Bevölkerung schützen. Macht Sinn.

Bereits im Flugzeug bekommt man eine Passagier-Einreisekarte (Incoming Passenger Card), auf der alles genauestens anzugeben ist. Keine Nahrungsmittel – Kreuzerl. Pelze – heute mal nicht dabei – Kreuzerl. Kreuzerl, Kreuzerl, Kreuzerl. Bis wir zu den Mengenangaben bei den Zigaretten kommen. Da haben wir dann kurz überlegt: lügen und eine Geldstrafe riskieren (oder vielleicht sogar ins Gefängnis?! Wär zumindest eine geile Story für den Blog!)? Oder lieber ehrlich und brav sein (und Zigarettenstummel sammeln und diese rauchen)?

 

Kurz zur Erklärung die Vorgeschichte: wir und Zigaretten. Philipp und ich dachten wir sind wieder mal mega klug (wie sich im Nachhinein herausgestellt hat: sind wir nicht) und haben schon ganz lange im Vorhinein überlegt, wie wir das mit den Zigaretten in Australien und Neuseeland machen. Da ist Tabak nämlich teurer als eine Party mit Champagner, Kavier und Kokain – ein Päckchen Zigaretten kostet 20 $, einmal Tabak um die 45 $ (Vergleich Österreich: um die 5-6 Euro für Zigaretten oder Tabak). Darum haben wir schon im Duty Free Shop in Sri Lanka bzw. in Malaysia zugeschlagen und en masse Rauchmaterial gekauft.

Zwei Tage vorm Flug sagt uns dann jemand, dass der Zoll in Australien sehr streng ist, worauf hin wir die Einreisebestimmungen lesen (ja, ich weiß, hätten wir eventuell auch vorher mal machen können. Im Nachhinein ist man immer gscheider!). Erlaubt sind: 50 Gramm Tabak oder 50 Zigaretten. HAHAHA! Wir haben 300 Gramm Tabak und 200 Zigaretten. Glaubst, fällt das auf? Auf jeden Fall müsste jedes weitere Päckchen deklariert werden. Somit käme uns das ganze dann teurer, als wenn wir die Zigaretten in Australien selbst kaufen würden. Alter, warum sagt uns das niemand?

Die nächste Stunde haben wir damit verbracht, alle Möglichkeiten zu besprechen:

1. Schmuggeln. Aber wo? Im Arsch? Nein, geht sich nicht aus. Hm. Vielleicht in den Schuhen? Zu offensichtlich. Oder einfach auf doofen „ich spreche kein Englisch“-Tourist aus Österreich machen und einfach weitergehen, wenn sie was sagen/fragen? Nein, trauen wir uns nicht.

2. Zum Rauchen aufhören. Hahaha, der war gut.

3. In Australien/Neuseeland kaufen und aufgrund der Preise im Selbstmitleid ertrinken.

Da alles andere keinen Sinn hat, haben wir uns für Nummer 3 entschieden. Teufelchen: 0, Engelchen: 1. Bis auf 4 Packungen haben wir dann unseren ganzen Vorrat verkauft (auf dem Zigaretten-Schwarzmarkt in Malaysia kennt man mittlerweile unseren Namen). Der weitere Plan war dann: finde zwei Freunde im Flugzeug und hoffe, dass sie jeweils einen Tabak mitnehmen. Fast wäre unser Plan aufgegangen: Philipp hat tatsächlich eine Frau gefunden. Die hat aber in letzter Sekunde Angst bekommen und uns den Tabak wieder zurückgegeben. Blöde Kuh! Soviel zu unserem Schmuggel-Plan. Fail.

 

Nachdem uns vorher jeder davon abgeraten hat, den australischen Zoll zu verarschen und uns alle Angst gemacht haben, haben wir dann doch ernsthaft ein Kreuzerl gemacht. Gibt es etwas zu deklarieren, muss man sich nach der Passkontrolle in den Zoll-Bereich begeben und wird schließlich von einem Zoll-Beamten untersucht.

Dann kommen wir um 7 Uhr morgens dorthin, die Zoll-Beamten sind quasi noch beim morgendlichen Kaffeetratsch. Niemand wird durchsucht oder aufgehalten, jeder gibt sein Formular ab und geht durch. Außer Philipp und Sarah. „Hallooooo, wir sind doof und haben zu viele Tschick im Rucksack und wollen unbedingt dafür bezahlen!“  Es hat sogar so gewirkt, als wäre die Dame vom Zoll ein bisschen gepisst, dass sie mit uns jetzt extra in den Durchsuchungsraum muss und nicht mit ihren Kollegen weiter plaudern kann. Sorry für so viel Ehrlichkeit, pff. Im Endeffekt haben wir den Tabak dort gelassen, andernfalls hätten wir 120 Dollar zahlen müssen. Na, ich glaub’s noch immer nicht. Peinlich sind wir, PEINLICH! Da haben unsere Eltern ja wieder mal total übertrieben bei der Erziehung mit „Ehrlich sein“ und so. Naja wie schon gesagt: im Nachhinein ist man immer gscheider. Trotzdem nervt uns der Gedanke, dass die Leute vom Zoll wahrscheinlich in DEM Moment mit Café Latte und unseren Zigaretten im Pausenraum sitzen.

Um gefühlte 2 Kilo weniger Tabak, aber noch immer gleich viel guter Laune kommen wir dann endlich in die Wartehalle und sehen Sam. Wir laufen uns entgegen wie Verliebte und umarmen uns. Wir können’s nicht fassen: vor 3 Monaten, als wir uns zum letzten Mal gesehen haben, haben wir noch gesagt: nur 3 Monate! Und jetzt stehen wir hier. Die Zeit vergeht einfach so schnell. (Kurzer Anfall von „Waaaaah, bald sind wir wieder daheim und müssen uns mit Sachen auseinandersetzen wie Realität und so“. Durchatmen. Geht wieder.)

Nach Umarmen und Knutschen fahren wir zu Freunden von Sam. Die haben ein tolles Haus ein bisschen außerhalb von Melbourne und sind so lieb und lassen uns dort die nächsten Tage Warmwasser schnorren und ein Bett belegen. Ein eigenes Zimmer mit gemütlichem Doppelbett, eine riesige Terrasse und ein voller Kühlschrank. Als wäre das nicht schon genug Luxus, muss ich sagen: das schönste ist eine saubere Klobrille. Spätestens, wenn du dich beim Luln hinsetzen kannst, ohne Angst vor Genitalwarzen haben zu müssen, weißt du: du bist wieder in der Zivilisation.

 

Es ist Sonntag und wir beginnen den Tag des Herrn genau so, wie es sich gehört: mit einem ausgedehnten Brunch. Danach machen wir uns auf den Weg in die Stadt und gehen erst mal gemütlich am Yarra River entlang spazieren.. Nur ein paar hundert Meter weiter findet heute das Finale vom Australian Open statt. Aus diesem Grund wurden überall Bühnen für Public Viewing aufgebaut. Aus jeder Box dröhnt Musik, die Leute trinken Bier und freuen sich auf das Spiel. Am Kanal entlang reihen sich die Lokale, die Bars, die Restaurants – eines cooler und moderner und hipper als das andere. Es ist warm, die Sonne scheint, die Leute sind gut gelaunt. Es tut sich was, in der Wiese sitzen Familien und picknicken, die jungen Leute chillen in der Sonne, die Hunde laufen glücklich den Stöckchen hinter her. Wir gehen in eine Bar, trinken Bier, genießen das Wetter und die Freiheit.

Sind wir jetzt in Melbourne oder in Wien?

Tatsächlich verbringen wir nämlich oft unsere Sonntage im Sommer so in Wien: verkatert und müde von der letzten Nacht in die Stadt fahren und sich dort mit den Freunden treffen. Etwas essen gehen, damit der Magen sich beruhigt, um dann gestärkt am Donaukanal spazieren gehen zu können. Natürlich cool mit Sonnenbrille, damit die Spuren der letzten Nacht verborgen bleiben. Augenringe? Wer hat Augenringe? Dann ewig lang am Ufer sitzen, die Sonne genießen, quatschen, lachen, in der Hand ein Dosenbier. Die Füße und die Seele baumeln lassen. Oder wir sitzen draußen in einem neuen Lokal und schimpfen über die Leute, die motiviert bei uns vorbei joggen, während wir mit einem Spritzer den Tag ausklingen lassen. Der Sonntag ist dazu da, um den Montag und die Arbeit zu verdrängen und nochmal so richtig das Wochenende-Gefühl aufkommen zu lassen.

Genauso machen wir es in Melbourne. Nur ohne das „Arbeit verdrängen“. Job? Was war das nochmal?

Ich weiß nicht warum, aber Melbourne ähnelt der österreichischen Hauptstadt ungemein. Die Leute, die Bars, der Fluss, das in der Wiese sitzen, das flanieren und spazieren, einfach die ganze Atmosphäre, die Stimmung, die Schwingung. So wienerisch. Melbourne streitet sich nicht umsonst jedes Jahr mit Wien um den ersten Platz der lebenswertesten Stadt der Welt. Nicht, dass du das falsch verstehst, Wien: du bleibst immer die Stadt meines Herzens! Aber ich hab mich ein bisschen verliebt. Das ist so wie eine Affäre. Heimlich fühl ich mich hingezogen und ich würd auch am liebsten hier (Melbourne) bleiben, aber es geht nicht. Und ich liebe auch das, was ich habe (Wien) und bin dort glücklich. Deswegen mach ich’s lieber so, wie viele nach 20 Jahren Ehe: dort bleiben, wo man hingehört und heimlich ein bisschen das Fremde anhimmeln.

So ähnlich sich die zwei Städte auch sind, Unterschiede gibt es natürlich trotzdem. Und zwar GRAVIERENDE:

  1. Alkoholverbot in der Öffentlichkeit: während in Wien die Wiesen in den Parks voll mit trinkenden Leuten sind, ist es in Melbourne verboten, in der Öffentlichkeit zu trinken. Da kann man sich nicht einfach mit ein, zwei, acht Dosen Ottakringer im Park wegschießen. Oder ein romantisches Candle Light Picknick mit dem Schatz und einer Flasche Wein machen. Darf man alles nicht. Wie blöd isn das? Darauf basiert quasi unser ganzer Sommer: ein Biertschi beim Baden in der Donau, ein Biertschi am Donaukanal, ein Biertschi in der U-Bahn am Weg zum Fortgehen. Jetzt wo ich so darüber nachdenke, komme ich mir ein bisschen Assi vor, haha. Naja, hier sitzen auf alle Fälle alle mit einer Flasche Wasser im Park. Auch fad.
  2. Während viele Leute in Wien nicht nur mit Bier, sondern auch mit der Tschick im Park sitzen, ist Rauchen in Australien so unbeliebt wie ein Schnitzel bei Vegetariern. GEHT GAR NICHT. Als Raucher bist du hier uncool, blöd und noch dazu pleite. Hier kommt es zu unterschiedlichen Schwierigkeiten:
    1. Die Preise. Rauchen in Australien ist unerschwinglich.(Preise siehe oben). Also entweder du bist reich oder deine Eltern sind reich oder deine Freunde sind reich. Oder du verzichtest auf Nahrung und rauchst dafür. Auch eine Möglichkeit.(Neue Diät?)
    2. Zigaretten kaufen. Eine Lebensaufgabe, vor allem wenn du, wie wir, keinen Plan hast, welchen Tabak es hier gibt. Zigaretten und Tabak werden nämlich vorsorglich in einem schwarzen (=Farbe des Todes! Klar.) Schrank verstaut und nur dann geöffnet, wenn man selbstsicher die Verkäuferin um ein Päckchen inklusive Namen bittet. Die Türen werden nicht aufgemacht, damit man sich die Waren ansehen und entscheiden kann. Neiiiin. Das ist nämlich nicht erlaubt, sonst könnte sich ja jemand, der eigentlich gar nicht raucht, von den wunderschönen Päckchen inspirieren lassen und sagen „Einmal den roten Tabak, bitte.“ Und man will ja niemanden zum Rauchen verleiten! (Man könnte auch einfach vorher die Zigarettenmarken im Internet suchen, aber okay. Ich will hier nicht das australische Gesetz anzweifeln.)
    3. Finde einen Ort zum Rauchen. Wenn du jemanden in Australien rauchen siehst, ist es die Sorte Person, die in Wien die den halben Tag am Praterstern mit einem Doppler Weißwein verbringt. Hier gab’s, glaube ich, sowas wie Gehirnwäsche. Niemand raucht. Und wenn man raucht, dann ist man alles andere als cool. Nicht, dass ich uns cool finde, aber lässig sieht’s schon aus, wenn man mit der Zigarette an einer Wand lehnt und nachdenklich in eine Richtung schaut. Nicht, dass es reichen würde, wenn dich alle mit einem verachtendem Blick mustern, sobald du eine Zigarette in der Hand hältst – neiiiin – es gibt auch noch Rauchverbot an Orten, wo’s einfach nur lächerlich ist. Wie zum Beispiel draußen in der Bar. Ich wiederhole: DRAUSSEN. Das grenzt ja schon an Diskriminierung! Als ob es einen Unterschied machen würde, ob ich am Tisch oder 2 Meter weiter VOR dem Gartenbereich rauchen würde. Haben die eine unsichtbare Wand? Aus Protest blasen wir den Rauch extra in Richtung Bar. HA! Wir sind Rebellen, ich weiß.
  3. Die Australier sind einfach ein unglaublich freundliches Volk. Jeder ist happy, gut gelaunt, alle haben ein Lächeln im Gesicht: die Verkäuferin, der Schaffner, der Polizist. Nicht aufgesetzt oder künstlich, sondern einfach ehrlich freundlich. Kommst du aber in Australien in ein Geschäft/Café/Restaurant/etc. schreit dich die Verkäuferin schon von Weitem an: „Heeey, how is it going? How are you? What are you up to?“ Ääääh. Ist das eine rhetorische Frage oder muss ich da drauf antworten? Ein Vergleich mit Wien: stellt euch mal vor, die Dame an der Kasse beim H & M sagt zu dir: „Heeey, wie geht’s? Alles klar? Was machst du so?“ – „Heast, wos is mit diiir?“ wäre eine der möglichen Antworten in Wien. Hier wird gegrantelt was das Zeug hält, was aber auch irgendwie zur Stadt gehört. (Ich persönlich bevorzuge ja das unfreundliche i-ziag-an-Fotz-Wien, als das honigkuchenpferdchen-arschkriecher-Australien. Das geht mir irgendwie am Arsch. Aber ich bin auch kein Maßstab wenn’s um Freundlichkeit geht.)

Gibt also doch einige Unterschiede. Trotzdem muss ich zugeben: Melbourne zählt definitiv zu unseren Lieblingsstädten. Warum und wieso? Daaaas erfährt ihr im nächsten Eintrag: things to do in Melbourne 🙂

Also, Geduld, meine Lieben, Geduld! Alles Liebe bis dahin ❤

Ein Kommentar zu „Melbourne, baby!

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