Wir sind die Coolsten, wenn wir cruisen – Roadtrip in Tasmanien, Teil II.

Heyho – ja, ich weiß, so früh habt ihr nicht mit mir gerechnet, was? Jetzt hat mich aber die Motivation gepackt! Und nicht dass ihr glaubt, ich tu nichts: ich mach mir jeden Tag Notizen! Sonst würd ich mir das ja gar nicht alles merken, passiert ja viel zu viel an so einem Tag. Mittlerweile hab ich schon über 40 Seiten (im Word, also wirklich viel!), deswegen sollte ich nun wirklich in die Gänge kommen.

Wo waren wir? Roadtrip, Teil II.

Nachdem wir 30 Minuten so getan haben, als hätten wir Geld (Austern), fahren wir wieder zurück zum Campingplatz. An unserer Gesichtsfarbe hat sich immer noch nichts geändert, ich glaube wir können nun definitiv davon ausgehen, dass es nicht nur die Überanstrengung, sondern zum größten Teil wegen der Sonne war.

Mama Butler hat uns noch davor gewarnt, dass wir der Sonne und schon gar nicht den Wolken hier in Tasmanien trauen sollen. „Immer Sonnencreme verwenden, egal bei welchem Wetter. Die Sonne ist stark!“ Naja und wie das halt immer so ist, hatte Mama Recht. Und wir wollten nicht hören. Und wer nicht hören will, muss bekanntlich fühlen. So ein Schas. Da liegt man einmal schnell 2 Stunden in der prallen Mittagssonne und schon ist man knallrot.

Aber ich bin bei Sonnenbrand trotzdem immer optimistisch. Man muss sich einfach immer das Wichtigste und Wesentliche vor Augen halten: morgen wird’s braun. Vielleicht dieses Mal auch übermorgen.

Am Abend geben wir wieder mit unserem Glampingdinner an (Burger – uh lala!) und schon kurz darauf liegen wir im Bett. Es ist zwar erst 21 Uhr, aber wir sind kaputt: Sonne, baden,  die Wanderung, das Laufen. Das macht müde. So wie ein kleines Kind, dass sich den ganzen Tag lang draußen ausgetobt hat, kuscheln wir uns in die Decke und freuen uns auf’s Schlafen.

Und dann liegen wir da, die Fenster offen und beobachten den Himmel. Die Sterne funkeln, die Milchstraße leuchtet, der Mond ist heute rot und scheint heller denn je. Während wir noch versuchen, irgendwelche Sternbilder zu finden (stehen auf der Südhalbkugel ja am Kopf), werden die Augen immer schwerer.

Baba Welt, hallo Sandmann.

Das Gute ist: früh schlafen gehen heißt (meistens) früh aufwachen. Die Ruhe um 7 Uhr muss man nützen und wie kann man das besser als bei einem Spaziergang am Strand. Dieses Mal zu zweit, trotzdem silent. (Ich bin noch immer überrascht, dass Philipp es wirklich geschafft hat, 60 Minuten lang NICHTS ZU SAGEN. Er redet nämlich sehr gerne, müsst ihr wissen.)

Der Strand ist leer, alle anderen (normalen) Menschen liegen um diese Uhrzeit natürlich noch im Zelt/Auto/Wohnwagen. Umso schöner für uns. Nur wir und der Strand.

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Guten Morgen Welt.

Bis jetzt hat es die Wetterfee richtig gut mit uns gemeint und wir hatten jeden Tag Sonnenschein und strahlend blauen Himmel. Und das in Tasmanien. Das ist ja fast wie ein April ohne Regen. Oder Dezember ohne Minusgrade.

Heute nieselt es zum ersten Mal ein bisschen, dunkle Wolken bilden sich. Es ist frisch, fast kalt, aber irgendwie stört das gar nicht. Strand ist nicht immer gleich Strand. Strand kann auch ohne 30 Grad toll sein, das haben wir schon auf der Insel Sylt gelernt.

Und so gehen wir dahin, Seite an Seite, schweigend, der Wind flattert durch unsere (eher nur meine) Haare und man hört nichts weiter als das Meeresrauschen.

Was für ein Start in den Tag – Strand, also quasi Sport, und danach Müsli und Kaffee mitten im Gebüsch. Healthy Lifestyle sag ich nur! Nach dem Frühstück packen wir unsere sieben Sachen und fahren weiter zur Bay of Fires. Die 15 Kilometer lange Bucht bietet ganz viele Campingplätze, wir entscheiden uns für Cosy Corner. Nomen est Omen würd ich sagen, denn der Campingplatz ist wirklich außerordentlich gemütlich: kleine, voneinander durch Gebüsch abgetrennte Plätze, mit ein bisschen Glück sogar mit Blick auf’s Meer. Allerdings sind gerade Ferien und auch die Australier selbst verbringen ihre freien Tage gerne hier. Wie es aber das Schicksal so will, finden wir einen wundertollen Platz und sehen vom Campingstuhl aus direkt auf’s Meer. Camping like a Pro!

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Aufwachen und das sehen – Freiheitsgefühl par excellence!

Die Bay of Fires hat zwar wunderschöne Strände und kristallklares Wasser, ist aber eigentlich für ihre leuchtend orangen Granitfelsen bekannt. Deswegen der Name, leuchtet ein. Nach einer kurzen Recherche müssen wir allerdings feststellen, dass die Bucht deswegen so heißt, weil hier ein Kapitän im 18. Jahrhundert überall die Feuer der Aborigines brennen sehen hat. Okay, auch logisch.

Feuer hin oder her – wir wollen uns das jetzt mit eigenen Augen ansehen. Also machen wir erst mal einen gaaaanz langen Spaziergang. Und tatsächlich: der weiße Sandstrand wird ständig unterbrochen von riesigen, feuerroten, abgerundeten Felsbrocken. Schneeweißer Sand, saphirblaue Wellen, orange Felsen – ein Feuerwerk von Farben!

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Sprachlos? Wir auch.

Aber warum sehen die Steine jetzt so aus? Wie immer, wenn man heutzutage nicht mehr weiter weiß, heißt es: nicht verzagen, Dr. Google fragen! (Wie hat man das eigentlich früher gemacht?) Philipp führt seit Beginn der Reise Buch über alles, was wir erfahren, lesen, googeln, lernen. Die Liste trägt den Namen „Philipps unnützes Wissen“, ist aber (meistens und überraschenderweise) gar nicht mal so unnütz. Manche Fragen („Was frisst der Schneeleopard?“ muss man auf der Liste einfach ignorieren. Oder Infos wie (immer noch mein Highlight): „Weißt du, wie lange ein Mann für den schnellsten mit der Nase geschriebenen Satz gebraucht hat?“ – „Nein und MA WUASCHT!“

Abends sitzt er dann im Bett während er seine Liste abarbeitet und erzählt mir, was er gelernt hat. Bildung im 21. Jahrhundert.

Wie auch immer, zurück zur eigentlichen Frage. Die Granitfelsen wurden auf jeden Fall über Jahrtausende durch die Brandung so rund geschliffen und die orange-rote Farbe sind Flechten. Aha, Flechten also. Flechten tu ich mir nur einen Zopf, aber okay. Man lernt nie aus.

 

Wir können nicht genug kriegen. Meine Kamera glüht, die Speicherkarte ist beinahe voll und nach einem Fotoshooting mit Selbstauslöser (so oldschool!) wird sogar die Selfiestange ausgepackt.

Ja, ihr habt richtig gehört. Wir haben eine Selfiestange. Und ich steh dazu!

Auch wenn ich damals im Korea Urlaub 2014 noch die Asiaten ausgelacht habe („Wie doof kann man ausschauen?“), bin ich heute großer Fan von dieser Erfindung. Ich mein, das muss dir mal einfallen: eine Stange, damit du Bilder von dir selbst machen kannst, es aber nicht so aussieht, als hättest du sie selbst gemacht. Damit du dann das Foto auf Instagram posten kannst mit dem Text: „Da hat mich mein Freund zufällig beim Laufen am Strand erwischt“ – mit Make up und perfekten vom Winde verwehten Haaren“. Wahrscheinlich.

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Ein Hoch auf die Selfiestange!

Die Kulisse ist einzigartig und strahlt eine mörderische Ruhe aus. Hier kann man nicht einfach nur hingehen, Bilder knipsen und dann wieder gehen. Hier muss man stundenlang flanieren, sich hinsetzen und das Naturschauspiel genießen. Die Schaumwellen klatschen gegen die Felsen, die Möwen sausen vorbei, die Felsen blenden mit ihrer Farbe. Einmalig. Wir wussten ja, dass Tasmanien vor allem bei Naturliebhabern beliebt ist, aber DAS haben wir nicht erwartet. Wir sind beeindruckt von dieser Insel, fasziniert von Mutter Natur, sprachlos und glücklich, hier zu sein.

Den Abend verbringen wir dann mit Kartenspielen –  ein Ritual von damals, von Indien. So lange kennen wir Sam also schon – wir haben sogar ein gemeinsames DAMALS! Nebenbei quatschen wir ununterbrochen. Während wir weiterhin in Asien unterwegs waren, ist er ja durch Europa gereist und in 12 Wochen passiert einfach so viel! Gesprächsstoff gibt es also genug, wobei wir diesbezüglich mit ihm noch nie ein Problem hatten. Wir haben uns von Anfang an gut verstanden und es war schnell nicht mehr nur der belanglose Smalltalk, der uns mittlerweile schon ziemlich nervt. „Wie heißt du, woher bist du, was arbeitest du?“ Immer wieder, tausendundzwei Mal dieselben Fragen und Gespräche.

Wieso sagt eigentlich niemand einfach mal sowas wie „Hey, ich bin Brigitte, wann gibts Abendessen? Magst du auch keinen Spinat?“ Wär mal was Neues.

Mit Sam war’s von Anfang an anders, darum sitzen wir auch gerade hier und nicht irgendwo in Dschibuti. Mittlerweile kennen wir uns sogar schon so gut, dass wir ganz selbstverständlich Namen der Familie/Freunde verwenden und er weiß, um wen es sich handelt (umgekehrt natürlich auch). Ja, mittlerweile ist er wirklich ein richtig guter Freund. Gott sei Dank ist noch eine Seite in meinem Diddl-Freundschaftsbuch frei. Die gehört dir, Sam!

Später liegen wir im Bett und hören nur…das Meer. Und zwar laut. An dieser Stelle möchte ich betonen, dass ich normalerweise wirklich auf das Geräusch von Meeresrauschen stehe. Sogar so sehr, dass ich früher jeden Abend mit einem Youtube-Video namens „Ocean Waves“ eingeschlafen bin. Aber das Wasser ist heute so unruhig und wir liegen dermaßen nah, dass man meinen könnte, wir schlafen hinter einem Wasserfall. Nichts mehr mit melodischem Rauschen, sondern eher ein ohrenbetäubendes Geprassel.

Scheiß auf das Meer, wo sind meine Ohropax?

Am nächsten Morgen vor dem Frühstück: Silent Walk, eh klar.

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Das Bild strahlt so viel Ruhe aus, das könnte im Behandlungszimmer eines Psychologen hängen.

Dann: Team-Besprechung. Es regnet und die Wettervorhersage für den Tag klingt auch nicht besonders berauschend. Deshalb entscheiden wir spontan, dass wir auf Bruny Island fahren. (Da wollten wir ja letzte Woche schon hin, haben das wegen dem Wetter schließlich abgesagt).

Nach einer dreistündigen Fahrt warten wir am Hafen auf die Fähre, die uns inklusive Auto binnen 20 Minuten nach Bruny Island bringt.

Erster Stopp (wir brauchen Internet) ist ein kleines Lokal, in dem man neben leckeren lokalen Produkten wie Käse, Chutneys und Öl auch Bier verkosten kann. Wie ihr vielleicht schon gemerkt habt, zählen Verkostungen im Ausland definitiv zu unseren Lieblingsaktivitäten! Sei es die verschiedenen Currys in Indien, die Früchte in Malaysia oder der Alkohol in Australien – neues Land, neue Geschmäcker. Deswegen: alles probieren, kosten, schmecken, was man bis dato noch nicht kennt.

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Das Schwarze, ich will mehr von dem Schwarzen!

Wieder sind wir fasziniert, dieses Mal zur Abwechslung mal nicht von der Landschaft, sondern vom Bier. Ein Geschmackserlebnis! Ich war ja nie so die Biertrinkerin. Weil: 1. war ich immer schon nach einem Bier bumzua und 2. hat mir Bier (außer Weißbier!) nie wirklich geschmeckt. Mittlerweile lieb ich es. Das kann entweder daran liegen, dass: 1. das Bier hier in Australien wirklich SO GUT ist. Nicht herb oder bitter (wie Bier für mich sonst schmeckt), sondern immer leicht süßlich und unglaublich frisch. (Philipp sagt „es schmeckt mineralisch“ – ist das ein Wort?) ODER 2. wir immer nur Bier trinken (also wenn wir Alkohol trinken – wir trinken schon Wasser auch. Manchmal.), seit wir reisen (weil es die guten Weinreben noch nicht bis nach Indien geschafft haben) und sich mein Körper vielleicht schon an den Geschmack gewöhnt hat.

Was lernen wir daraus: man kann sich alles gut (und schön) trinken.

Bruny Island ist, wie der Name verrät, eine Insel und liegt südöstlich von Tasmanien. Sie besteht aus zwei Inseln (Nord- und Südinsel), die durch einen Dünenstreifen verbunden sind, der den Namen The Neck trägt. Bei der Hälfte der schmalen Straße gibt es eine Aussichtsplattform – einige Stufen später haben wir die perfekte Sicht auf die Insel bzw. die Küste. Und wieder: es lebe die Selfiestange!!!

Anschließend fahren wir zu unserem „Campingplatz“. Anführungszeichen deswegen, weil es eigentlich gar kein wirklicher Campingplatz ist, sondern: Verwandte von den Butlers haben natüüüüürlich ein Ferienhaus auf Bruny Island– man gönnt sich ja sonst nichts. Manchmal komm ich mir hier schon vor wie bei Gossip Girl: alle sind schön und haben Geld.

Auf jeden Fall dürfen wir heute dort übernachten. Dieses Häuschen hat übrigens sogar einen Namen: Keva Shack.  Daraufhin hab ich mir gleich auch einen Namen für unsere zukünftige Wohnung überlegt: Marianne. Und dann so: „Heute Party bei Marianne“! Geil.

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Darf ich vorstellen: Keva Shack. Oder auch: das schnuckeligste Haus der Welt.

Keva Shack ist zwar alt (100 Jahre!), aber genau das verleiht dem Häuschen aus Holz einen ganz speziellen Charme. Drinnen kommt es einem vor, als würde man im Vintage-Museum stehen: bunte Fliesen, alte Möbel, Geschirr und Vasen mit Blumenmuster. Wie bei Oma!

Weil wir aber den Swag mittlerweile so geil finden, verzichten wir auf das Bett. FREIWILLIG! Da könnt ihr euch vorstellen, wie bequem, kuschelig und gemütlich es darin ist! Wir feiern das Campen gerade total. Das gibt einem so ein Gefühl von Freiheit irgendwie. Wie schon des Öfteren erwähnt: normalerweise bin ich kein Fan vom Zelt, aber wenn man vielleicht nicht gerade das billigste Zelt hat, kann Zelten auch ziemlich cool sein.

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Wir lieben den Swag. So sehr.

Und damit ihr versteht, warum ich so ein Anti-Zelt-Mensch bin, muss ich wieder mal kurz ausholen und mein Horror-Zelterlebnis erzählen. Das war nämlich so:

Ich war 17 und jung und dumm, aber endlich alt genug, um alleine mit meinen Freunden ein Wochenende am Frequency Festival zu verbringen. Zelt, Matratze, Schlafsack – war mir alles wurscht. Hauptsache weg von daheim, allein, auf einem Festival, mit meinen Freunden! Wuuuuu! Immerhin meine Freundin hat sich darum gekümmert und mir ein paar Tage vorher noch ganz stolz erzählt, dass sie ein RICHTIG GUTES ZELT beim Hofer um nur 30 EURO gekauft hat. Schnäppchen, quasi! Spätestens in dem Moment hätten die Alarmglocken läuten sollen – ein Zelt um 30 Euro kann wahrscheinlich nicht richtig gut sein. Aber egal.

Dann kommen wir an, bauen unser Zelt auf und wundern uns noch darüber, dass wir kein Außenzelt dabei haben. Ihr wisst schon, diese wasserdichte Plane, die man drüber wirft. Nichts da. Wow, das muss ja wirklich ein tolles Zelt sein, wenn das Außenzelt im Innenzelt integriert ist! Alles andere war natürlich in dem Moment wichtiger, immerhin will man ja Spaß haben und trinken und die Lieblingsband ansehen.

Im Endeffekt war es dann so: ich wache am nächsten Morgen auf und mein Gefühl  sagt mir bereits, dass da irgendwas nicht stimmt. Ich mache die Augen auf: Alter, wir liegen in einem See! Das Wasser steht (ohne Witz) 10 cm hoch, unsere Luftmatratzen schwimmen. Ich dreh mich zu meiner Freundin um: die schläft noch seelenruhig, während ihr die nassen Strähnen auf der Wange kleben und das Wasser unter ihrem Gesicht beim Ausatmen blubbert. Ich springe auf. Alles nass. Schlafsack nass, Rucksack nass, Freundin nass, Sarah nass. War das SUPER GUTE Zelt doch glatt ein Strandzelt (ohne integrierter Außenplane) und hat es doch glatt die ganze Nacht lang in unser Zelt geregnet und wir haben’s in unserem beduselten Zustand nicht gecheckt. Ja.

Und was lernen wir daraus? Vertraue nie einem (30 Euro) Zelt! Und was noch? Man kann auch in einem Zelt ertrinken.

Nach einer kleinen Grillerei mit Biertschi und der abendlichen Kartenpartie geht’s aber schon wieder ab ins Bett. 22 Uhr – Bettruhe. Wenn man um 7 Uhr aufsteht ist das erlaubt.

Heute ist der letzte Tag vom Roadtrip ( 😦 bäh )– wir fahren früher nach Hause, da wir uns morgen das meeega Event in Hobart einfach nicht entgehen lassen wollen (mehr dazu im nächsten Eintrag).

Da das Wetter (noch) hält, machen wir heute nochmal eine kleine Wanderung – den Fluted Cape Track (gehört übrigens zu den „60 Short Great Walks of Tasmania“ – ja es gibt diese Liste wirklich).

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Das Wandern ist des Philipps Lust.

Nachdem wir ca. 1,5 Stunden lang bergauf gehen, werden wir mit einem unglaublich schönen Ausblick belohnt. Wir stehen auf miiiindestens 300 (Philipp sagt 90) Meter hohen Klippen (ihr kennt meine Höhenangaben ja mittlerweile schon) und sehen runter auf’s Meer. Wunderschön. Und dann – ob ihr’s glaubt oder nicht – schwimmt plötzlich ein weißer Hai vorbei. OHNE SCHEISS! Also zumindest die Flosse, mehr haben wir nicht gesehen. (Nach einer Google-Recherche mussten wir feststellen, dass es kein Hai, sondern ein Wal war. Kommt anscheinend nicht selten vor, dass man die von hier oben sieht. Hai, Wal – was auch immer – auf jeden Fall ist das megacool!)

Anschließend machen wir uns verschwitzt (ich natürlich wieder mit Tomatenkopf) auf den Nachhauseweg. Bevor wir allerdings wieder Mama Butler um den Hals fallen, halten wir noch bei der Grandvewe Käserei – eh klar, schon wieder essen. Die Inhaberin haben wir vor ein paar Tagen kennen gelernt und sie hat uns hier her eingeladen, um uns die Produktion, das Restaurant und das Geschäft anzusehen.

Das Besondere an dieser Käserei ist nämlich, dass der Käse bzw. die Produkte nur von Schafmilch produziert werden UND dass sogar der Abfall weiter verarbeitet wird, wie zum Beispiel die Molke. Diese verwenden sie, um Vodka und Gin zu brennen – wie cool ist das denn? Ist nicht nur sehr klug, sondern schmeckt auch richtig gut. Und der Käse sowieso.

(Falls ihr also nach einem einzigartigen Geschenk sucht, dann hier bestellen: http://grandvewe.com.au/hartshorn-distillery/ Zahlt sich in jedem Fall aus – den Vodka kann man problemlos pur trinken, weil er so gut ist!)

Nach ein paar Stamperl und ganz viel Käse fahren wir wieder nach Hause. Jetzt heißt es erst mal auspacken, putzen, waschen, wegräumen und die ganzen doofen Dinge, die man machen muss, wenn man vom Campen heim kommt.

Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen: Nachdem es für uns die letzten Tage ja nur Katzenwäsche gegeben hat (NEIN Leute – baden im Salzwasser ist NICHT duschen!), wartet auf uns das, worauf man sich nach dem Campen immer AM MEISTEN freut: eine heiße Dusche. Dieses Gefüüühl – alles frisch, fluffige Haare, rasierte Achseln – schön. Duschen + Bett + Netflix – noch schöner.

Fazit vom Roadtrip: viel zu cool, aber viel zu kurz! Wir könnten nochmal locker eine Woche herumdüsen und hätten wahrscheinlich immer noch nicht alles gesehen. Tasmanien ist vielleicht klein, aber oho!

Fazit vom Fazit: Es war definitiv ein Roadtrip mit unglaublichen Orten, beeindruckender Landschaft, intensiven Gesprächen, gutem Essen, viel Wein und vor allem: viel Spaß!

 

 

Über unsere letzten Tage in Tasmanien und unsere, ich nenne es jetzt mal „unplanmäßige Aufenthaltsverlängerung“ schreibe ich im nächsten Eintrag. Ihr dürft gespannt sein!

2 Kommentare zu „Wir sind die Coolsten, wenn wir cruisen – Roadtrip in Tasmanien, Teil II.

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