Baba Welt, hallo Österreich.

Vor ein paar Monaten haben wir unsere Jobs gekündigt, die Wohnung verlassen und unseren Rucksack gepackt. Wir haben alles (zumindest temporär) hinter uns gelassen und wollten etwas von der Welt sehen. Was genau bzw. was uns da draußen, so weit weg von daheim, erwartet, das wussten wir selbst noch nicht.

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31. August 2016. Es geht looos!

Jetzt, 9 Monate später, wissen wir es. Und es war ziemlich viel.

280 Tage lang waren wir unterwegs, meistens zu zweit, und haben täglich das gemacht, was uns Spaß macht. Wir haben wenig geplant, das heißt: wir wussten nicht immer, wie und wo es für uns weiter geht. Und das war auch gut so, denn das hat uns eben genau dahin geführt, wohin das Schicksal es wollte. Dass das alles irgendwann ein Ende nehmen wird, wussten wir… und trotzdem war es ein komisches Gefühl, auf den Buchen-Button zu klicken und zu wissen, dass wir in ein paar Tagen tatsächlich schon daheim bei unserer Familie sitzen werden.

Wir können es kaum in Worte fassen, was für eine unglaubliche, einmalige und besondere Zeit wir hatten. Jeder Tag war spannend, anders, neu, deshalb ist es schwer die Frage „Was hat euch am besten gefallen?“ zu beantworten. Natürlich gibt es Highlights, hier ein paar davon:

3 Wochen lang haben wir auf einer Farm mitten in der Wüste gewohnt und gearbeitet und gelernt, wie schön ein Leben ohne fließend Wasser, Strom und Internet sein kann.

Wir waren 10 Tage in einem indischen Ashram, in dem wir uns 9 Stunden täglich (wie haben wir das eigentlich geschafft?) nur mit Meditation und Yoga beschäftigt haben.

Wir haben uns unserer Angst gestellt (also eigentlich nur Sarah) und haben einen Tauchkurs gemacht und durften erfahren, wie es sich anfühlt, unter Wasser zu atmen.

Ohne Bedenken und vor allem ohne Ausrüstung haben wir einen 5-tägigen Trek auf 5300 Meter im Himalaya-Gebirge gemacht und hatten nicht nur mit unserer Kraft, sondern auch mit der Höhe zu kämpfen.

Über 6000 Kilometer haben wir in einem Auto in Neuseeland zurückgelegt, haben im Auto geschlafen und konnten so die schönsten Orte liegend aus dem Kofferraum genießen.

 

Wir haben auf den schönsten Stränden dieser Welt geschwitzt, haben beim Baden auf 4200 Meter gefroren. Manchmal dachten wir, wir sterben, unter anderem bei der 20 Stunden Fahrt über eine der gefährlichsten Straßen der Welt oder beim Kraxeln auf einen Vulkan, bei dem uns die Steine entgegen geflogen sind.

Wir durften mit Schildkröten schwimmen, haben Moped und Motorrad fahren gelernt, haben auf einer Farm in Malaysia mit Chinesen den ganzen Abend Whiskey getrunken, in Goa die ganze Nacht durchgetanzt und in Tasmanien bei einer Familie gewohnt, die uns aufgenommen hat, als würden wir schon immer dazugehören. Aja und nicht zu vergessen unsere zwei Flüge, die wir versäumt haben – worüber wir aber mittlerweile schon lachen können.

Wir haben tolle Menschen aus der ganzen Welt kennengelernt, spannende Geschichten gehört, einmalige Momente mit ihnen geteilt und vor allem mit Sam eine Freundschaft für’s Leben geschlossen.

Wir haben gelacht und geweint, getrunken und geraucht, gegessen, bis uns der Bauch weh tat und sind gewandert bis zum Umfallen… durch die Wüste, durch Teeplantagen, Felder, Wiesen, über Berge und Vulkane, durch den Regenwald und Städte.

 

Alles in allem war es vieles, aber vor allem eines: einzigartig. UNSERE Reise – ein Erlebnis, dass uns vielleicht nicht für euch offensichtlich, aber innen drin doch irgendwie verändert hat. Eine Zeit, in der wir täglich das tun und lassen konnten, was wir wollten, ohne Verpflichtungen, ohne Termine, ohne Arbeit. Eine Zeit, in der wir an uns selbst und auch an unserer Beziehung gearbeitet haben, denn so ehrlich muss man sein: es war nicht immer leicht. Doch wenn man 9 Monate lang 24 Stunden am Tag miteinander verbringt und sich danach immer noch mag, dann hat man die „Prüfung“ bestanden. Definitiv 🙂

 

Und so kommen wir heim… glücklich über das, was geschehen ist und glücklich, über das was kommen wird. Und obwohl wir nicht traurig sind, fliegen wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge nach Hause, denn ein Ende bleibt eben immer noch ein Ende.

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Back in Viennaaaarrrr!

Philipp und Sarah wieder in Österreich – neuer Job, neue Wohnung, neue Aufgaben, sprich: ein neues Kapitel.

The best is yet to come.

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